Die Sommertage plätschern so dahin. Schön eigentlich, wenn man Zeit hat für die angenehmen Dinge des Lebens. Lesen zum Beispiel. Nachdem ich gerade »ausgesimmelt« habe, wobei mich sein Roman »Liebe ist nur ein Wort« wirklich gepackt hat, lese ich derzeit »Der Koch« von Martin Suter. Ungewöhnlich und interessant, auch wenn mir die Kochrezepte manches Mal zu viel des Guten sind.
Auch im Seniorenkreis wird regelmäßig vorgelesen. Jedes Mal ein Kapitel aus Evelyn Sanders »Pellkartoffeln mit Popcorn«. Die Autorin erzählt von Kriegs- und Nachkriegszeit in Berlin aus der Sicht eines Kindes, für das Geburtstag bei Kartoffelkuchen und Kinderlandverschickung nach Ostpreußen der ganz normale Alltag waren. Und danach? Mathe-Aufgaben bei Kerzenlicht, Christbaumklau im Grunewald, Chewing-Gum und „Backfisch-Party“ bei Musik von Glenn Miller... Das Buch handelt also von meiner eigenen, selbst erlebten Geschichte. Hin und wieder muss ich schmunzeln. Ja, genauso war es. Bei anderen Passagen schüttele ich hingegen eher den Kopf, so trivial sind sie erzählt. Aber gut, jeder hat nun einmal seinen eigenen literarischen Geschmack.
Wo ich gerade so milde gestimmt bin, möchte ich noch ein Lob loswerden. Ein berechtigtes allerdings und für ein sonst oft gescholtenes Unternehmen: die Deutsche Telekom. Seit einiger Zeit stimmte etwas bei meinem Anschluss ist. Freunde erzählten mir, dass mein Telefon oft stundenlang besetzt war, obwohl ich gar nicht telefonierte. Nach vielen vergeblichen Versuchen, einen Menschen statt eines Computers bei der Störungsstelle zu erreichen, schaffte ich es dann doch mit Hilfe eines Bekannten, der früher bei der Telekom gearbeitet hatte. Und siehe da: Schon wenige Stunden später kam ein Techniker. Der Herr war nicht nur kompetent, sondern auch noch freundlich und nett. Während er meine völlig veraltete Anschlussdose austauschte, plauderten wir über dieses und jenes. Eine perfekte Dienstleistung, erbracht von einem höflichen Menschen. Geht doch, liebe Telekom!